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Vegan, wie ist das eigentlich?


Gisem verzichtet seit rund 2 ½ Jahren auf Fleisch, Milch und alle anderen tierischen Produkte. Wie sie dazu gekommen ist und wie sie das „tierlose“ Essen überlebt, beantwortet sie im folgenden Beitrag.

Durch verschiedene Videos über vegane Ernährung und allgemein Veganismus, hat sich Gisem inspirieren lassen, selbst ein paar Mahlzeiten gegen vegane Alternativen auszutauschen und später komplett auf den veganen Lifestyle umzusteigen. Sie versuchte anfangs ihr Frühstück oder mal einen Tag in der Woche vegan zu gestalten, so dass sie sich erst einmal daran gewöhnen und ausprobieren kann. Nach und nach wurde aus einer Mahlzeit oder einem Tag, mehrere aufeinanderfolgende Tage und Wochen bis hin zu den bereits 2 ½ Jahren. Vorher war sie weder Vegetarierin noch sonst irgendwie von der Ernährung her „eingeschränkt“, somit war die Umstellung für sie und besonders für ihren Körper größer, weswegen die Stück-für-Stück- Methode einer der besten und einfachsten Wege ist, um seine komplette Ernährung zu verändern, wie Gisem rät.

Veganismus wird oftmals nicht nur auf die Ernährung bezogen, sondern auch auf bspw. Kleidung und Einrichtung/Dekoration. So lebt auch Gisem größtenteils Vegan, denn zum Beispiel ihre Schuhe, die aus Echtleder sind, hat sie nicht deswegen extra weggeschmissen, da dies nur Verschwendung wäre. Allerdings, achtet sie darauf was sie kauft und vermeidet, so gut es geht, tierische Produkte und Produkte, für die Tiere sterben oder leiden mussten.

Der Hauptpunkt des Veganismus liegt aber bei der Ernährung, die sehr oft, meist von Nicht-Veganern, als einseitig und langweilig betitelt wird, wobei das Gegenteil aber ziemlich schnell und einfach belegt werden kann, denn, wie mir auch Gisem bestätigt, gibt es unendlich viele Rezepte und Ideen zum ausprobieren, mit verschiedensten Gemüsesorten etc., ob mit oder ohne Ersatzprodukten. Wie bereits gesagt, gibt es eine Menge Ersatzprodukte, die beispielsweise wie Fleisch schmecken, oder einfach für den gleichen Zweck benutzt werden können. Zum Beispiel nimmt man oft Bananen anstatt Eier beim backen. Allerdings, greift Gisem eher zu Nahrungsmitteln und Ersatzprodukten, die nicht wie Fleisch schmecken, bzw. allgemein ein Ersatz für Fleisch bieten sollen, aber falls sie mal die „Lust“ nach solchen Produkten überkommt, isst sie auch diese ab und zu, beispielsweise, isst Gisem auch mal gerne eine vegane Pizza oder Sojaprodukte.

Der vegane Lebensstil ist nicht für jeden etwas, wie Gisem berichtet, denn auch in ihrer Familie gibt es sonst keinen weiteren Veganer und ein nur ein bis zwei Vegetarier, allerdings, wird sie nicht komplett allein gelassen von ihrer Familie: „Manchmal kocht meine Familie etwas für mich mit, bzw. bietet mir eine vegane Alternative, meistens ist es aber so, dass ich mir selber etwas koche oder ich meiner Familie etwas mit Fleisch mitkoche.“

Als Nahrungsergänzung, nimmt Gisem regelmäßig Vitamin B12 ein, welches die meisten Menschen über Fleisch zu sich nehmen und woran es bei Vegetariern/ Veganern mangelt und extra zugeführt werden muss. Weitere Mangelerscheinungen bemerkt Gisem, wie viele andere nicht Fleischesser, an ihren Fingernägeln.. Diese können aber durch Vitamine, wie B12, zusätzlich eingenommen werden, so, dass der Körper alle wichtigen Stoffe bekommt, die er benötigt. 

Die Weise, die Gisem genutzt hat, um vegan zu werden, ist nur eine von vielen Möglichkeit, die Ernährung und den Lebensstil komplett zu auf den Kopf zu erstellen. Eine andere Methode wäre die, die auch ich für meinen veganen Monat „verwendet“ habe: von dem einen auf den anderen Tag alles auf den Kopf stellen und einen ganzen Monat vollkommen vegan zu Leben, ohne jegliche Eingewöhnung und ohne herantasten.

(Mehr Infos zu meinem Veganen Monat, findet ihr unter den vorherigen Beiträgen zur Nachhaltigen Ernährung)

Doch Veganismus beeinflusst nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche, den Geist oder wie auch viele sagen, die Seele. „Man fühlt sich besser. Man denkt positiver, weil man weiß, dass kein Tier für einen getötet wird und das ist ein schönes Gefühl.“

Ich bedanke mich erneut recht herzlich bei Gisem für ihre Offenheit und für ihre Bereitschaft, dieses Interview mit mir zu führen.

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